|
Johann Hinterberger drehte sich noch einmal in seiner Daunentuchent (made in Ukraine) bevor er um 6.00h von seinem Wecker (made in Taiwan) geweckt wurde.
Während seine Kaffeemaschine (made in Tunesia) vor sich hinsprudelt, rasiert er sich mit einem elektrischen Rasierapparat (made in Hong Kong). Mit dem Föhn (made in Taiwan) macht er seine Haare flauschig und schlürft seinen Kaffee aus der schönen, neuen Porzellantasse (made in China).
Er wirft noch schnell seine gebrauchte Unterwäsche (made in Morroco) in die Waschmaschine (made in Turkey) und schaltet diese ein. Dann fährt er flott in seine Designer-Jeans (made in Singapore) und zieht das schöne neue T-Shirt (made in China) an. Die neuen Tennisschuhe (made in Vietnam) weiht er heute erstmals ein. Er ist heute wieder auf Jobsuche. |
|

In der schönen neuen Bratpfanne (made in China) brät er sich 2 Eier (made in Hungary) und hört im Radio (made in Hong Kong) die Nachrichten. Mit seinem Taschenrechner (made in Mexico) rechnet er nach, wie viel Geld er heute ausgeben kann. Er aktualisiert die Zeit auf seiner Armbanduhr (made in Switzerland) bevor er das Haus verlässt.
Mit seinem Auto (made in Korea) macht er sich, wie in den letzten Monaten, auf den Weg einen gut bezahlten österreichischen Job zu finden. Nach einem weiteren frustrierendem Tag der |
|
Arbeitssuche, beschließt er noch seine alte Mutter zu besuchen.
Die alte Dame ist bettlägrig und hat sich einen 24-Stunden Pflegedienst organisiert. Diesen kann sich seine Mutter leisten, da sie die höchste Pflegestufe-Einordnung und eine Beamtenpension hat. Jeweils zwei Rumäninnen wechseln sich 14-tägig in der Pflege ab. Dabei wohnen sie gleich direkt im Haus.
Er beschließt nach Hause zu fahren. Dort angekommen zieht er seine Hausschuhe (made in Brazil) an, nimmt sich ein Glas Wein (made in Chile) und setzt sich vor den Fernseher (made in Japan). Dort sieht er ein Fussball-Freundschaftsspiel im neu erbauten Stadion, das hauptsächlich von selbständigen 1-Mann-Unternehmern aus Portugal gebaut wurde. Beim Einschlafen wundert er sich noch, warum es in Österreich so verdammt schwer ist einen vernünftigen, gut bezahlten Job zu finden. |